"Ein Jahr. Ein Ort." Meine aktuelle Serie.

"Ein Jahr. Ein Ort." Meine aktuelle Serie.

Martina Pröger

Dieses Jahr mache ich etwas, das sich gleichzeitig ganz klein und ziemlich groß anfühlt: Woche für Woche male ich ein neues Bild, immer vom selben Ort. Dieser Ort ist das Naturschutzgebiet Exerzierplatz in Erlangen — ein kleines Fleckchen Natur mitten in der Stadt, nur ein paar Gehminuten von meinem Zuhause entfernt. Und obwohl er auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt, ist er für mich inzwischen ein echter Kraftort und eine große Inspirationsquelle geworden.

 

Wie mich das Projekt gefunden hat

Ich bin dort lange nur hingegangen, um kurz die Beine zu vertreten und den Kopf durchzulüften … und habe den Ort eher „genutzt“ als wirklich gesehen.

Doch Anfang des Jahres blieb ich plötzlich öfter stehen, schaute länger hin, zückte immer öfter die Kamera und entdeckte plötzlich Motive, die ich vorher übersehen hatte. Irgendwann fing ich an zu malen … erst ein Bild, dann das nächste. Ohne großen Plan war ich mitten drin: Das Projekt hatte mich irgendwie gefunden. Und genauso selbstverständlich fühlt es sich nun an, dranzubleiben … Woche für Woche, als Serie.

 

 

Stadtoase und schützenswerter Lebensraum

Der Exerzierplatz ist seit 2000 Naturschutzgebiet – früher war er ein militärischer Übungsplatz. Mit ca. 24,40 Hektar ist das Gebiet eher klein, das sind rund 34 Fußballfelder. Geschützt werden hier landesweit bedeutsame Sandmagerrasen, Pionierstandorte und ephemere Kleingewässer – ein Lebensraum für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Und weil das alles empfindlich ist, gehört Rücksicht dazu: Während der Brutzeit (01.03. bis 31.07.) soll man außerhalb der markierten Wege nicht ins Gelände. Natürlich habe ich mich daran gehalten und habe meine Motive auch so gefunden! 

 

Ein Ort, 53 Mal anders

Ein kleiner Ort als Limit klingt erst einmal nach Wiederholung und Einschränkung. Für mich ist es genau das Gegenteil. Je länger ich hier male, desto genauer schaue ich hin und desto mehr entdecke ich. Inzwischen begleite ich den Ort seit einem halben Jahr und weiß: Er ist wirklich nie derselbe!

 

"Jede Woche male ich ja denselben Ort... Er ist aber immer anders und somit eine unendliche Inspirationsquelle."

 

Im Winter war die Landschaft karg, still und manchmal fast mystisch. Dann kam das erste Grün, der Ginster begann zu leuchten, überall tauchten Blüten auf und die Gräser wurden immer höher. Nach viel Regen wirkte das Naturschutzgebiet plötzlich wie eine wilde, grüne Oase. Wenig später kamen Hitze und Trockenheit zurück, und manche sandigen Stellen fühlten sich fast wie eine kleine Savanne an.

 

"Im Winter war alles karg und still. Aber trotzdem schön! Blau-, Braun- und Violetttöne herrschten vor. Ein Mal verwandelte sich das Naturschutzgebiet sogar in eine Wasserlandschaft."

 

Auch die Farben haben mich überrascht. Aus den stillen Braun-, Blau- und Violetttönen des Winters wurde nach und nach eine immer kräftigere Farbwelt. Und trotzdem sind es nicht nur die Jahreszeiten, die den Ort verändern. Licht, Wetter und selbst die Tageszeit lassen ihn jedes Mal anders wirken. Jetzt bin ich sehr gespannt, was der restliche Sommer und der Herbst noch mitbringen...

 

"Im Frühling und Sommer überraschte mich, dass in dem kargen Naturschutzgebiet doch recht viel blüht."

 

Womit ich male entscheidet die Stimmung

Bei diesem Projekt beschränke ich mich bewusst auf kein Material. Alles darf dabei sein: Soft- oder Ölpastellkreide, Ölfarben, Aquarell, Gouache – manchmal auch gemischt. Auch bei den Untergründen bleibe ich offen: Papier, Leinwand, Holz … und bei den Formaten genauso, von klein bis groß. Ich lasse mich da vom Motiv leiten, von der Stimmung vor Ort und ehrlich gesagt auch ein bisschen von meiner Laune.

 

"Ich liebe es Materialien ständig zu wechseln, so wechselhaft wie der Ort selbst..."

 

Die ganze Vielfalt an einer Wand

Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Menschen den Ort durch meine Augen neu entdecken könnten.

Mein Wunsch ist es deshalb, am Ende alle Bilder dieser Serie in einer Ausstellung zusammenzubringen: als Kunstdrucke an einer großen Wand. 53 werden es am Ende sein. So würde auf einen Blick sichtbar, wie schön und vielseitig selbst ein kleines Fleckchen Naturschutzgebiet sein kann, wenn man ihm über längere Zeit Aufmerksamkeit schenkt. 

 

So kannst du das Projekt mitverfolgen

Auf Instagram zeige ich die Entstehung der einzelnen Bilder: kurze Making-ofs, Ausschnitte vom Malprozess und kleine Videos direkt vor Ort. 
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Unten oder in meinem Online Shop findest du außerdem eine Liste mit allen bisher entstandenen Bildern, man kann sie als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen erwerben. Ich fertige auch gerne auch Sondergrößen auf Anfrage an.
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Über mich

Ich bin Martina Pröger, Künstlerin aus Erlangen. Nach über 20 Jahren als Digital Art Director und UX-/UI-Designerin habe ich die Agentur bewusst verlassen, um der Malerei mehr Raum zu geben. Meine Motive finde ich heute vor allem in der Natur direkt vor meiner Haustür und auf meinen Wegen durch Franken. Mit Aquarell, Pastellkreiden, Gouache und Öl halte ich weniger jedes Detail als vielmehr besondere Lichtstimmungen, Atmosphäre und Momente fest.

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Videos zur Serie

Bilder der Serie

Dies sind alle Motive, die für die Serie entstanden sind. Jede Woche kommt ein neues Motiv hinzu.

Alle Motive gibt es als hochwertige Kunstdrucke auf leicht strukturiertem Fine Art-Papier in zwei verschiedenen Größen. Alle Bestellungen werden von mir selbst gedruckt, handsigniert und sorgfältig verpackt.